Gasexplosion in der Bergbaugrube von Bartin

In der Nacht vom 14. Oktober ist es in Bartin, eine Kleinstadt am Schwarzen Meer in der Türkei, zu einer Grubenexplosion gekommen, wo mindestens 41 Arbeiter ums Leben kamen und elf verletzt wurden. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den Familien, Angehörigen und Kollegen der Getöteten und Verletzten.

Zonguldak ist eine Bergbauregion und Bartin liegt ca. 80 km östlich von Zonguldak entfernt. 1992 vor 30 Jahren kam es in Zonguldak zu einer großen Explosion, wo 263 Arbeiter getötet wurden. Damals erfuhr die Öffentlichkeit mit großem Schrecken über die Zustände, die in den Berggruben herrschen.

Doch in diesen 30 Jahren haben sich die Zustände in dieser Bergbauregion kaum gebessert. Auch wenn der Präsident Recep Tayyip Erdogan in seiner Rede in Bartin sagte, er würde an Schicksal glauben, entstehen doch solche Grubenexplosionen in den meisten Fällen wegen unzureichenden Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen. Vor drei Jahren hatten die Kontrolleure auf die Gefahren in dieser Grube hingewiesen und dringend empfohlen die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Passiert ist nichts. Jetzt mussten deswegen 40 Bergbauarbeiter sterben.

Zurzeit versucht die türkische Regierung mit allen Mitteln, ganz im Sinne des am Donnerstag verabschiedeten Zensur Gesetzes im Parlament, kritische Stimmen bezüglich der Explosion zu unterdrücken. Gegen zwölf Personen wird wegen Verbreitung von “Desinformation” ermittelt, weil sie in den sozialen Medien die Warnungen der Kontrolleure vor drei Jahren veröffentlichten.

Nicht die Verantwortlichen werden verfolgt, sondern die, die diese unhaltbaren Zustände bekannt machen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Den Familien muss sofort Hilfe geleistet werden.

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