Einmarsch in Nordsyrien muss gestoppt werden!

Mit Luftangriffen und Artilleriefeuer hat die Türkei ihre Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien begonnen.
Wir, der Bundesverband der Migrantinnen verurteilen die Militäroffensive seitens der Türkei aufs Schärfste un
d fordern die westlichen Länder auf zu handeln. Diese haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Türkei diesen Einmarsch begonnen hat. Zwar zeigte man sich besorgt über die geplante Operation, aber ernsthaft Widerstand geleistet hat man nicht.
Erst letzte Woche trafen sich der deutsche Innenminister Seehofer und der türkische Außenminister Cavusoglu in Ankara. Menschenrechtsverletzungen und völkerrechtswidrige Kriege wurden nicht thematisiert. Stattdessen sagte Seehofer der Türkei weiter Unterstützung im Flüchtlingspakt zu. Denn die EU braucht die Türkei für den vor drei Jahren ausgehandelten Deal, um Flüchtlinge an der Überfahrt nach Griechenland zu hindern. Nicht zu vergessen sind die Waffenlieferungen der deutschen Rüstungsindustrie. Die Türkei hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres Kriegswaffen für 184,1 Millionen Euro aus Deutschland erhalten. In der Rangliste der wichtigsten Empfängerländer steht der Nato-Partner damit mit großem Abstand an erster Stelle.
Für den aktuellen Angriff in Nordsyrien sind Bundesregierung und EU mitverantwortlich, ebenso für die absehbare Vertreibung Zehntausender Menschen.
Auch die Bundesregierung muss jetzt handeln!
Wir fordern die Aufkündigung des EU-Türkeideals und die Einstellung aller Rüstungsexporte in die Türkei!
Statt Mittel für den Schutz und gegen Gewalt an Frauen und Kinder zu investieren, werden Kriege finanziert. Die Frauen wollen keinen Krieg! Weder in der Türkei noch in Nordsyrien! Noch weltweit!

Zum lesen als Pdf-Datei

,