Das grausame Blutvergießen im Nahen Osten muss sofort ein Ende haben!

ezidi-kapak

Die Geschehnisse im Nahen Osten sind mit Worten und den humanen Maßstäben schwer zu fassen. Die schrecklichen Bilder über die Gräueltaten der IS-Terrorgruppe im Norden Iraks und Rojava führen weltweit vor Augen, welchen Gewaltexzessen in dieser Region Hunderttausende Menschen ausgesetzt sind. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschheit und gegen das Existenzrecht der Völker!

Genoizid an Eziden und Gewaltexzesse gegen Frauen müssen unverzüglich aufhören!

Ende Juli / Anfang August begann die IS-Miliz ihren blutigen Vormarsch auf kurdische Eziden in der nord-irakischen Region Sindschar (Sengal). Über 200.000 Eziden befinden sich seither in Flucht und kämpfen um ihr Leben. Zahlreiche Menschen haben sich in den Bergen Sindschars verschanzt. Jede/r der nicht zum sunnitischen Glauben übertritt, wird gefoltert oder auf brutale

Weise hingerichtet. Frauen werden dabei von der IS-Terrorgruppe als bestimmtes Mittel zur lZwangsislamisierung missbraucht. Treten sie nicht dem Islam über, so werden von den IS-Kämpfern entführt, vermarktet und vergewaltigt. Abgründige Methoden, die die Schreckenszeit des Mittelalters in nichts nachstehen, wenn nicht sogar übertreffen. Frauen, die zusehen müssen, wie ihre Ehemänner, Väter und Brüder von den IS-Kämpfer hingerichtet werden.

Kriegsspirale auflösen!

Die Kriegsspirale im Nahen Osten verdeutlicht auch, dass jegliche militärische Einmischung nur weitere Opfer in Kauf nimmt. Ursprünglich von Geheimdiensten der USA, Großbritannien und Israel gegründet, kann die IS-Miliz heute noch auf militärische, logistische und finanzielle Unterstützung zählen. Vorneweg von Ländern wie Saudi-Arabien, den Arabischen Emiraten und den USA. Auch die türkische Regierung nimmt eine fragwürdige Rolle ein, da immer mehr Stimmen lauter werden, dass Waffen über eigene Landesgrenzen an die IS-Miliz eingeschleust werden.

Wir Frauen im Bundesverband der Migrantinnen reihen uns zu den Stimmen, die das sofortige Ende des Blutvergießens, des Genoizids an den Eziden sowie das Ende von frauenfeindlichen Gewaltsexzessen der Terrorgruppe IS fordern. Unsere Solidarität gilt allen Menschen und Frauen in der Region, die um ihre Existenz kämpfen. Statt die Kriegsspirale mit weiteren militärischen

„Hilfen“ einzuheizen, müssen unverzüglich humanitäre Hilfen ausgeweitet und sichergestellt werden.

17.08.2014

Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V.

PE_Naher Osten_aktuell

,