Soliaufruf der Frauen mit Neslihan Karyemez

Die Frauen rufen dazu auf, am 31. Januar um 18 Uhr (türkische Ortszeit) sich am Online-Flashmob mit dem Hashtag #Barisisavunmaksucdegildir zu beteiligen.

 

Hier ist der Aufruf:

„Wir werden nicht aufhören,

FRIEDEN zu wollen!

FRIEDEN zu verteidigen!

FRIEDEN zu erklären!

Neslihan Karyemez, Vorstandsmitglied der Kücükcekmece Ortsgruppe der Partei der Arbeit Türkei (EMEP), wurde am 26. Januar in Istanbul Ikitellis Bazar mit der Anschuldigung der „Terrorpropaganda“ inhaftiert, als sie Flugblätter mit der Überschrift „Dieser Krieg führt die Bevölkerung und das Land in die Vernichtung, lasst uns dem nicht nachgeben!“ verteilte.

Neslihan ist eine Frau, die dagegen Widerstand leistet, dass zehntausende syrische Arbeiter wie Sklaven arbeiten müssen. Sie verteilt Flugblätter auf arabisch, damit diese die selben Rechte erhalten, wie türkeistämmige Arbeiter und Arbeiter aus anderen Nationen. Eine Frau, die sich den Problemen syrischer Frauen und ihrer Kinder angenommen hat und zur Veröffentlichung dieser Probleme schreibt, und schreiben lässt.

Neslihan ist, wir wir alle, davon überzeugt, dass Frauen und ihre Kinder ein Leben in diesen Umständen nicht verdient haben und dass ein gerechtes, freies, demokratisches und friedliches Land nur aufgebaut werden kann wenn wir uns dafür einsetzen und dafür Widerstand leisten.

Neslihan, die miterlebt hat was der Krieg mit Frauen und ihren Kindern macht, hat in diesen Tagen, in denen nicht nur die Straßen sondern auch die sozialen Kanäle verboten werden, dort Flugblätter verteilt um die Menschen dazu aufzurufen, sich nicht an die Seite des Krieges zu stellen und die uns von überall einhüllenden Lügen aufzuklären. Wäre sie an diesem Tag nicht inhaftiert worden, hätte sie sich denen angeschlossen, die dieses Flugblatt auch im Industriegebiet Ikitellis, in den Ateliers und bei den Armenhäusern verteilt haben.

Neslihan ist im vierten Monat schwanger. Ihre Anwälte haben am 29. Januar gegen ihre Inhaftierung Einspruch eingelegt. In kürzester Zeit wird klar werden, wie mit diesem Einspruch umgegangen wird.

Wir als Frauen möchten in dieser Phase des Einspruchs, als ein Zeichen dessen, dass wir nicht aufhören werden den Frieden zu wollen, zu verteidigen und zu erklären, Druck seitens der Öffentlichkeit erreichen und zeigen, dass diejenigen, die sich für Frieden einsetzen nicht alleine sind.

Bitte nehmt an unserer Kampagne mit dem Hashtag #BarışıSavunmakSuçDeğildir (#FriedenZuFordernIstkeineSchuld) in den Sozialen Medien teil. Die Kampagne wird um 18 Uhr am 31. Januar stattfinden.“

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