Verband
Der Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V. ist ein unabhängiger, überparteilicher und demokratischer Zusammenschluss der in Deutschland lebenden Migrantinnen türkischer und kurdischer Herkunft. Der Verband ist ein eingetragener und gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main. Seit 2007 ist der BV der Migrantinnen in Deutschland e.V. als erster Migrantinnenverband Mitglied im Deutschen Frauenrat.
Aktuell sind dem Verband 23 Frauengruppen mit über 500 aktiven Mitgliedern mehrheitlich aus Westdeutschland angeschlossen. Der Verband verzeichnet über 6000 Sympathisantinnen in seinem Umfeld.
Die Verbandstätigkeit stützt sich ausschließlich auf das ehrenamtliche Engagement von Frauen und Mädchen mit türkischem und kurdischem Migrationshintergrund. Ziel und Zweck des Verbands ist die Förderung und Stärkung der sozialen und politischen Integration und Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund, besonders von Migrantinnen. Dies schlägt sich in den Lebensbereichen wie Bildung, Ausbildung, Arbeit und Beruf, Soziales, Kultur, Recht und Politik nieder. Der Verband versucht im Rahmen dieser Arbeit, den Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit im Integrationsdiskurs zu verstärken.
Zum Mitgliederprofil gehören mehrheitlich werktätige und politisch-engagierte Frauen der Zweiten und Dritten Generation in Deutschland. Daraus resultiert die inhaltliche Konzentration der Verbandstätigkeit auf das Themen- und Handlungsfeld „Arbeit und Beschäftigung von Frauen“, das durch enge Kooperation und Konsultation mit Gewerkschaften (IG Metall, ver.di, IG Bau, NGG) begleitet wird. Konkrete Ergebnisse der gewerkschaftlichen Bündnisarbeit sind zum Beispiel eine gemeinsame Mindestlohnkampagne mit der NGG und ver.di in 2008 und Konsultationen mit der IG Bau über die Arbeitsbedingungen von Frauen in der Gebäudereinigung.
Der Bundesverband der Migrantinnen e.V. führt zahlreiche Veranstaltungen zur Information, Sensibilisierung und Aufklärung durch. Der Ausbau des interkulturellen Dialogs und Austauschs steht dabei im Mittelpunkt dieser Bemühungen. Der Verband versteht Integration als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sieht sich als Teil der sozialen Bewegungen.
Integration bedeutet aus Sicht des Verbands u.a. auch, sich gegen eine Politik einzusetzen, die sich auf das neoliberale Herrschaftsverständnis stützt. Die Bekämpfung von Rechtsradikalismus und Faschismus verbindet der Verband mit dem gemeinsamen Einsatz von Deutschen und Migrantinnen und Migranten für soziale Gerechtigkeit und rechtliche Gleichstellung.
Der Bundesverband der Migrantinnen e.V. kooperiert länderübergreifend mit Frauenorganisationen und –verbänden. Überdies arbeitet der Verband mit Partnervereinen in der Schweiz und in den EU-Mitgliedsstaaten Österreich, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und Niederlande.
Seit 2007 ist der Bundesverband der Migrantinnen e.V. Mitglied in der European Women‘s Lobby (EWL) und Teil der Europäischen Frauenlobby. Der Verband setzt sich im Rahmen der europäischen Lobby- und Konsultationsprozesse der EU dafür ein, dass Europa geschlechtergerechter wird und Anliegen von Frauen in der EU stärker Gehör finden.
Der Verband beteiligt sich an der europäischen Initiative zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung, der Kampagne 50/50 der EWL.
Hauptsitz:
Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V.
Franz-Werfel Strasse 37
60431 Frankfurt am Main
Regionale Vernetzung:
München, Nürnberg, Stuttgart, Geislingen, Heilbronn, Mannheim, Ludwigshafen, Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Kassel, Bonn, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Essen, Lüdenscheid, Bielefeld, Hannover, Hamburg, Kiel, Berlin,
Mitgliedschaften:
→ Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Hessen
→ Deutscher Frauenrat
→ European Women´s Lobby
Gründungskonferenz:
Abschlusserklärung
Wir, der “Bundesverband der MigrantInnen in Deutschland” sind ein unabhängiger, überparteilicher und demokratischer Zusammenschluß der in Deutschland lebenden Migrantinnen türkischer, kurdischer Herkunft. Unser Ziel ist die Integration der Migrantinnen in allen Bereichen des Lebens zu fördern. Gegründet wurde der “Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland” auf der Migrantinnenkonferenz, vom 18. - 20.03.05 in Köln, auf der über 250 Frauen aus verschiedenen Städten Deutschlands zusammen kamen. Ausgehend von den spezifischen Problemen der Migrantinnen, versucht der “Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland” den Forderungen von Migrantinnen umzusetzen. Unterschiedliche Gewohnheiten, Traditionen und Wertevorstellungen des Herkunftslandes, Unterschiede in Kultur und Lebensauffassung und gegenseitige Vorurteile erschweren vielen Migrantinnen türkischer, kurdischer Herkunft, sich als einen festen Teil dieser Gesellschaft anzusehen und sich mit ihr zu identifizieren. Frauen, die von solchen Problemen betroffen sind, suchen nach Möglichkeiten sich aus zu drücken und ihre Forderungen und Emotionen mit anderen zuteilen. Das Bedürfnis und Verlangen, sich zusammen zu schließen und gemeinsam nach Lösungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu suchen, ist heute stärker denn je. Der “Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland” möchte diesen Bedürfnissen rechnung tragen und Möglichkeiten schaffen, Frauen verschiedener Herkunft zusammenführen, um gemeinsam Forderungen zu formulieren und ein Grundverständnis für Probleme und Lösungsansätze zu entwickeln. Wir möchten Migrantinnen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland sehen, mit deutschen Frauen auf der Basis Gleichstellung und Gleichberechtigung und über nationale Grenzen hinweg gesellschaftlicher zusammenführen. Wir fordern eine vom Ehemann unabhängige Aufenthalts und Arbeitserlaubnis für Migrantinnen, Erleichterungen bei der Einbürgerung, die Förderung von kostenlosen Deutschkursen mit Kinderbetreuung, sowie die Förderung und den Ausbau von sozialen und kulturellen Projekten für Migrantinnen ! Wir wenden uns gegen häusliche Gewalt, Zwangsverheiratungen und jegliche Art von überkommene Bräuchen und Sitten. Wir sagen Nein zu Ghettos und Parallelgesellschaften und jegliche Versuchen, die uns gegeneinander auszuspielen und unsere Unterschiede einzuebnen. Wir fordern den Stopp des Sozialabbaus, der uns Frauen in Armut und an den Rand des sozialen und kulturellen Lebens drängt. Wir fordern gleiche Chancen und gleichen Lohn für Frauen. Wir fordern Maßnahmen, die die Beteiligung von Frauen am Arbeitsleben fördern und jeder Frau eine Berufsausbildung und einen qualifizierten Beruf garantieren ! In allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens müssen Praktiken und Gesetze ein Ende finden, die Frauen diskriminieren! Lassen Sie uns über unsere gemeinsamen Bemühungen zusammen kommen ! Wir, der “Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland” sind davon überzeugt, dass die gegenwärtigen Probleme nicht als Schicksalsschläge hingenommen werden dürfen. Wir sind davon überzeugt, dass wir sie nur gemeinsam bewältigen können. In diesem Sinne rufen wir alle Frauen auf, sich mit uns diskuitieren und gegen jede Art von Diskriminierung, Ungleichheit und Unterdrückung einzusetzen !
Biz kimiz…
18- 20 Mart tarihlerinde Köln’de düzenlenen Göçmen Kadinlar Konferansi’nda bir araya gelen bizler, Göçmen Kadinlar Birligi’nin kurulusunu ilan ediyor ve kadinlari birlikte çalismaya, deneyimlerimizi paylasmaya umutlarimizi birlestirmeye çagiriyoruz.
Almanya’nin degisik sehirlerinden, degisik yas ve meslek gruplarindan 250 kadinin katilimiyla düzenledigimiz konferansimizda, bir araya gelmenin, ortak hareket etmenin, özlemlerimizi birlestirmenin öneminden yola çiktik. Bizi bir araya getiren kadin ve göçmen olarak yasadigimiz ortak sorunlardi. Ancak kadinlara milli veya dini kimlikler dayatan, önyargilarini güçlendiren, yasadiklari toplumdan izole olmalarina neden olan Türkiyeli kadin örgütlerinin aksine, biz Göçmen Kadinlar Birligi olarak ayni sorunlari paylastigimiz yerli ve diger uluslardan göçmen kadinlarla birlesmeyi, ortak çözümler aramayi hedefliyoruz. Göçmen Kadinlar Birligi’nin en önemli görevinin yasam merkezi Almanya olan kadinlarin ayni topraklari, ayni sorunlari paylastiklari yerli ve diger uluslardan göçmen kadinlarla birlesmesi, ortak sorunlarindan kurtulmak için ortak çözümler aramasi oldugu düsüncesindeyiz. Yapacagimiz çalismalarin kadinlarin bir araya gelmesine, ortak talepler etrafinda bulusmasina, karsilikli önyargilarin kirilmasina ve yakinlasmasina hizmet etmesini istiyoruz.
Yasadiklarimizin kader olmadigini ve sorunlarimizin çözümünün bir araya gelmekle baslayacagini bilerek, her türlü ayrimciliga, esitsizlige ve baskiya karsi birlikte hareket etme çagrisi yapiyoruz. Gettolara, paralel topluluklara, bölünmüslüge, zorla evlendirmelere, aile içi siddete, çagdisi geleneklerin baski araci olarak kullanilmasina hayir diyoruz.
Toplumsal yasamin tüm alanlarinda kadinlara yönelik ayrimci yaklasim ve yasalara son verilmesini istiyoruz. Biz, Göçmen kadinlara esten bagimsiz oturma ve çalisma izni verilmesini; Vatandasliga geçisin kolaylastirilmasini;
Göçmen kadinlarin çocuk bakimi saglanarak ücretsiz yapilacak kurslarla Almanca ögrenmeye tesvik edilmesini; Göçmen kadinlarin yasadigi ülkeyi anlamasina ve tanimasina olanak saglayacak sosyal ve kültürel önlemler alinmasini ve bu tür projelerin desteklenmesini;
Kadinlari yoksullastiran, sosyal ve kültürel yasamin disina iten sosyal kisitlamalara son verilmesini; Kadinlara sans ve ücret esitligi saglanmasini;
Kadinlarin is yasamina katilmasini tesvik edici önlemler alinmasini; kalifiye olmasi için olanaklar saglanmasini talep ediyoruz.
Türkiyeli göçmen kadinlar olarak yasadigimiz farkli sorunlara yönelik taleplerimiz ve yasam kosullarimizin daha da iyilesmesi için verdigimizin çabanin basarisi, kendimizin ve çocuklarimizin iyi bir gelecege sahip olmasi için ayni amaç için çaba gösteren yerli, göçmen kadin gruplariyla, tek tek kadinlarla, aydin ve sanatçilarla birlesmemizin gerekli oldugunu biliyoruz. Bu nedenle tüm kadinlara birlikte çalisma, güçlerimizi birlestirme ve Göçmen Kadinlar Birligi’ne üye olma çagrisi yapiyoruz.